WLAN mit dem NSLU2

WLAN läuft! Es war eigentlich ganz einfach, nachdem ich nach langem googlen eine Anleitung gefunden hatte, die auch funktioniert. 😉

Überall war zu lesen, dass man WPA in der /etc/wpa_supplient.conf konfigurieren müsste. Das sollte dann noch irgendwie manuell gestartet werden oder über die /etc/network/interfaces mit eingebunden werden.

Alles unnötig!!

Und so funktioniert es bei mir:

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NSLU2 als WLAN-LAN Brücke

Gestern war der NSLU2 endlich in der Post 🙂

Ich hab dann gleich mal debian installiert und mit weiteren Experimenten begonnen. Hab mir gedacht, man könnte ja mal probieren den NSLU2 als Wireless Client für ein nicht WLAN fähiges Gerät zu verwenden. Einfach das nicht WLAN fähige Gerät (in diesem Fall ein Streaming Client) per Netzwerkkabel mit dem NSLU2 verbinden und den NSLU2 mit einem WLAN USB-Stick ins Funknetz geholt. Über ein Bridging sollte das eigentlich transparent laufen. Im Moment hakts aber noch daran den NSLU2 ins WLAN zu kriegen. Der WLAN Stick, ein TP-Link TL-WN321G mit Ralink Chipsatz, wird von Linux unterstützt, doch noch krieg ich es nicht hin, dass sich der Stick beim meinem Access Point mit WPA-Verschlüsselung anmeldet.

NSLU2 mit Debian

Letzte Woche hab ich mit einem Kumpel zusammen ein Linksys NSLU2 vergewaltigt mit einer neuen Firmware versorgt.

Das NSLU2 ist ein NAS, welches selbst keine Festplatten hat, sich jedoch über 2 USB-Host Anschlüsse mit USB Festplatten beliebiger Größe ausstatten lässt.

Im Inneren werkelt eine mit 133 266 MHz getaktete Intel® IXP420 CPU. Außerdem hat das Gerät noch 8 MB Flash, 32 MB RAM und einen 100 Mbit LAN Anschluss.

Für das kleine Gerätchen gibt es wirklich die tollsten Sachen. Unter Anderem lässt sich ein komplettes Debian darauf installieren mit allen Serverdiensten die Debian so bietet. Im Flash selbst landet nur ein Bootcode, welcher das Debian auf einem USB-Device, in diesem Fall einem 4 GB USB-Stick installiert und später davon bootet. Die Installation dauert zwar gut 2 Stunden, aber danach rennt alles einwandfrei, etwas langsam, aber es läuft!

Am 2. USB Port des NSLU2 hängt ein USB Hub und 2 USB Festplatten mit je 1 TB Speicherplatz. Genug Platz für alle Fotos und sonstigen Dokumente die sich in den letzen Jahren so bei meinem Kumpel auf diversen (26 🙂 ) Festplatten angesammelt haben.

Das Genialste an der Kiste ist jedoch der Stromverbrauch! Die Festplatten fahren sich, wenn sie nicht gebraucht werden, nach ein paar Minuten runter und starten automatisch wieder wenn darauf zugegriffen wird. Wenn die Platten laufen verbraucht das komplette System gerade mal ~26 Watt, bei ruhenden Platten nur ~10 Watt!

Und ich war so stolz auf die knapp unter 50 Watt, die mein Server verbraucht…

FHZ 1300 mit fhem und MySQL

Auf meinem Server läuft nur das Nötigste, und das soll auch so bleiben. Um die FHZ über ein Webinterface von überall aus zu steuern wäre allerdigs eine Apache Installation und ein offener Port 80 in der Firewall nötig. Das möchte ich aber nicht. Glücklicherweise gibt es für fhem ein MySQL Modul.

Der Plan sieht folgendermaßen aus:

  • Statt in das Logfile sollen die Daten der FHTs in die Datenbank geloggt werden
  • über einen Webserver kann ich auf die Datenbank zugreifen, dafür muss ich an der Firewall nur den MySQL Port für die feste IP des Webservers öffnen, bzw. das ist eh schon beim Bau des Loggers meiner PV-Anlage geschehen 😉
  • Ein selbsgebautes Webinterface auf dem Webserver zeigt mir die aktuellen Daten an und zeichnet mir die Graphen für Temperatur und Ventilöffnung
  • Im Webinterface getätigte Änderungen werden in die Datenbank geschrieben
  • Auf dem Server läuft ein Daemon, der regelmäßig (ich dachte an ca. 5 Minuten) die Datenbank nach Änderungen abfragt und diese an fhem weitergibt.

Joa, die Daten werden schonmal in die Datenbank geschrieben und vom Webserver kann ich diese auch auslesen und anzeigen. Weiter ist das Projekt noch nicht. Der schwierigste Teil wird aus meiner Sicht der Daemon auf dem Server. Mit meinen bescheidenen Kenntnissen in C wird das ein Weilchen dauern bis der so läuft wie ich mir das vorstelle. 😉

Es läuft!

Es ist geschafft! 🙂 Die FHZ 1300 PC WLAN läuft mit FHEM unter Linux!

Ich habe gestern mit Roland König, dem Entwickler von FHEM, Kontakt aufgenommen wegen der Unknown code Einträge im Logfile. Dieser teilte mir mit, was diese Codes bedeuten und wie ich weiter komme. FHEM lädt nur die Module nach, die auch benötigt werden. Damit ein Modul jedoch geladen wird muss mindestens ein Gerät, in meinem Fall ein FHT, im Config File definiert sein. Ist dies der Fall, dann werden die Meldungen im Logfile auch wesentlich aussagekräftiger. Ohne das nachgeladene Modul kann FHEM jedoch nichts mit den Codes anfangen.

Nach der Definition eines FHT mit

# nachladen des FHT Moduls
# Test = beliebiger Name, 1234 = beliebige Gerätenummer
define Test FHT 1234

und Neustart von FHEM erscheint folgendes im Logfile:

3: FHT Unknown device 3f48, please define it
3: FHT Unknown device 182e, please define it

Das sieht doch schon mal sehr gut aus! Also schnell die beiden FHTs im Config eintragen. Die ID ergibt sich aus dem Gerätecode der Raumregler. Mein Regler fürs Wohnzimmer hat den Gerätecode 63 72. Rechnet man diesen um von Dezimal auf Hexadezimal kommt man auf 63 -> 3f und 72 -> 48. Somit lassen sich die Geräte direkt mit einem brauchbaren Namen versehen, ohne rumprobieren zu müssen welches Gerät denn nun welches ist.

define Wohnzimmer FHT 3f48
define Kueche FHT 182e

Der Testeintrag zum Nachladen des Moduls kann auch wieder aus der Config entfernt werden. Die beiden definierten Geräte sorgen nun für das Nachladen des Moduls.

Im nächsten Schritt habe ich das Webinterface installiert, damit ich auch sehen kann, was für Daten FHEM von der FHZ übermittelt bekommt. Sieht alles sehr gut aus! Das erste Auslesen der Daten hat zwar erst geklappt, nachdem ich den Befehl set Kueche refreshvalues über das Webinterface abgesetzt habe, aber danach lief alles problemlos. Keine Ahnung, ob das einmal nötig ist, damit sich das FHT mit der FHZ synchronisiert.

Über das Webinterface kann ich nun die Daten der FHTs anzeigen lassen (Soll-/Ist-Temperatur usw.) und auch alle möglichen Einstellungen an den FHTs vornehmen.

Die Installation von FHEM und auch von dem Webinterface war jedoch nicht ganz einfach. So wie in der Anleitung beschrieben, mit einem make install-pgm2 war es leider nicht getan. Ich weiß nicht für welche Linux Distribution die Installationsroutine geschrieben ist, aber mit debian etch funktioniert sie nicht. Ich musste noch jede Menge Dateien von Hand in die vorgesehenen Verzeichnisse kopieren und einige Pfade in der Config anpassen. Eine ausführliche Installationsanleitung werde ich noch nachreichen. Schließlich läuft FHEM bei mir zunächst erstmal nur auf einem Testsystem, d.h. die Installation auf dem echten Heimserver steht noch an.

Fazit:

Mit einem separat gekauften WLAN Modul von Avisaro läuft die FHZ 1300 PC WLAN ohne Verschlüsselung und lässt sich auch mit alternativer Software und mit anderen Betriebsystemen als Windows nutzen.

Die WLAN CF Karte von ELV wird nicht benötigt, es wird eine beim Funkmodul von Avisaro mitgeliefert.

  • Ersparnis für die nicht benötigte WLAN Karte: ~ 42,- €
  • Kosten für das Avisaro WLAN Modul: ~ 130,- €
  • Ersparnis für eine nicht benötigte Windows Lizenz: ~85 €

In meinen Augen ist das eine Nullrechnung: Entweder das ELV WLAN Modul verwenden, dafür aber dann eine Windows Lizenz benötigen, oder ein WLAN Modul kaufen und die Windows Lizenz sparen. 😀

Der einzige Nachteil den ich bisher bei der Nutzung des Avisaro WLAN Moduls festellen konnte ist der etwas höhere Energieverbrauch. Die 375 mA Sicherung auf der FHZ ist leider zu schwach und ist durchgebrannt. Die übergangsweise eingelötete Brücke werde ich demnächst durch eine 400 mA, und sollte dies auch nicht reichen, durch eine 450 mA Sicherung ersetzen. Desweiteren werde ich am Spannungswandler noch eine Art Heatpipe anbringen, da dieser durch den erhöhten Strombedarf etwas wärmer wird.

Die Odyssee geht weiter

Das Funkmodul von Avisaro ist am Samstag in der Post gewesen. Bis auf eine Auffälligkeit ist es baugleich mit dem von ELV. Das ELV Modul hat einen zusätzlichen Elko auf der Platine. Warum auch immer.

Ich habe dann erstmal das original Modul auf die FHZ gesteckt und ins Netzwerk eingebunden. Funktionert einwandfrei. Die Software von ELV kann nun jedoch nicht mehr mit der FHZ kommunizieren. Es heißt zwar, dass sich der Client angemeldet hat, jedoch gibt ein Klick auf den Button Client überprüfen eine Fehlermeldung aus. In meinen Augen ein Zeichen dafür, dass die Verschlüsselung weg ist: Die Telnet Verbindung vom Modul zur Software kann hergestellt werden, die Kommunikation von der seriellen Schnittstelle des WLAN Moduls zur FHZ misslingt jedoch.

Kurz darauf folgt aber schon das nächste Übel: Das original WLAN Modul zieht etwas mehr Strom als das von ELV. Diese Info habe ich bereits schon vorher irgendwo im Netz gelesen, soll an der Firmware liegen. Der Spannungswandler auf der FHZ wird dementsprechend etwas wärmer. Nach ein paar Stunden hat sich dann jedoch die 375 mA Sicherung auf der FHZ verabschiedet. Naja, laut Modulspezifikation zieht das WLAN Modul alleine schon 300 mA. Da werde ich demnächst eine etwas stärkere Sicherung einbauen. Zu Testzwecken habe ich die Sicherung erstmal gebrückt.

Als nächstes steht an, die FHZ dazu zu bringen mit der Linux Software zu kommunizieren. Die Software ist zur Zeit lediglich so ausgestattet, dass sie über einen seriellen Port mit einer FHZ kommunizieren kann. Die WLAN Variante wird nicht unterstützt wegen der Verschlüsselung. Nach ein bisschen Suchen im Netz habe ich das Tool socat gefunden. Das ermöglicht es ein virtuelles serielles Device anzulegen und die Daten die darüber laufen an eine TCP Verbindung weiterzuleiten. Genau das was ich brauche. 🙂

# socat PTY,link=/dev/pty50 TCP:192.168.10.254:21 &

in der Configuration von FHEM habe ich das Device /dev/pty50 entsprechend angegeben. Die Kommunikation scheint zu funktionieren!

Allerdings…. schon wieder das nächste Problem 🙁

Im Logfile von FHEM tauchen nur solche Einträge auf:

Unknown code 810c049f0909a001182e0000a600, help me!
Unknown code 810c04140909a0013f480000a634, help me!

FHEM kann mit den von der FHZ gesendeten Codes nichts anfangen. 🙁 Steckt die Verschlüsselung etwa doch noch woanders mit drin? Ich bleibe an der Sache dran!

Schon wieder ein neues Problem

Das Anmelden der FHZ 1300 PC WLAN an der mitgelieferten Software funktioniert nun problemlos. Es war nur eine Kleinigkeit: In der Software musste lediglich die IP Adresse der FHZ eingetragen werden und schon konnte sich die FHZ erfolgreich anmelden.

Nun stehe ich aber vor einem wesentlich größeren Problem. Ich möchte zur Steuerung der FHZ gerne den bereits vorhandenen Linux Server einsetzen. Das gestaltet sich aber offenbar deutlich schwieriger als ich erwartet hatte… zumindest mit der WLAN Version. 🙁

Das zur FHZ gehörende WLAN Modul enthält nicht die original Firmware des Herstellers, sondern eine vermutlich von ELV veränderte Version. Diese sendet die seriellen Daten der FHZ verschlüsselt oder verschleiert und kann ausschließlich mit der bei der FHZ mitgelieferten Software kommunizieren. Jede alternative Software bleibt außen vor. Eine Anfrage beim Hersteller des WLAN Moduls, wegen einer original Firmware war leider nicht von Erfolg gekrönt.

Im Internet habe ich jedoch gelesen, dass es bei älteren ELV Firmware Versionen möglich war, die propritäre Verschlüsselung durch Eingabe eines Codes im Konfigurationsinterface abzuschalten. Dies ist bei der Firmware auf meinem WLAN Modul leider nicht mehr möglich. Offenbar ist diese Lücke von ELV geschlossen worden. 🙁 Jedoch bedeutet das ebenfalls, dass die Software auch mit der WLAN Version der FHZ arbeiten kann, wenn diese Verschlüsselung nicht mehr aktiv ist.

Ich habe mich dann dazu entschlossen bei der Avisaro AG, dem Hersteller des WLAN Moduls, ein original Modul zu bestellen. Kostet leider 109,- € + MwSt, aber wenigstens ist da die WLAN CF Karte schon gleich mit dabei. Wegen der von ELV bezogenen WLAN CF Karte habe ich von meinem Rückgaberecht gebrauch gemacht, sodass ich die 42,- € wenigstens wiederbekomme. Sollte es wider Erwarten mit dem original Funkmodul nicht funktionieren, kann ich die dort mitgelieferte WLAN CF Karte dennoch im ELV WLAN Modul verwenden, aber wiederum nur mit der bei der FHZ mitgelieferten Software.

Ich warte gespannt auf die Lieferung des WLAN Moduls…

Die FHZ 1300 ist da!

So weit so gut…

FHZ 1300 PC WLAN BausatzAus der erhofften Lieferung am Samstag ist nichts geworden. Wegen Glatteis wurde leider garnichts augeliefert, daher war das Pakte erst heute in der Post.

Aber jetzt gehts los: Also erstmal alles aufgepackt und geguckt, was denn da für schöne Sachen geliefert worden sind. Als wenn ich nicht wüsste, was ich bestellt habe. 😉

Schön schön, scheint alles dabei zu sein. 🙂 Ich hab mich dann gleich mal an den Bausatz der FHZ 1300 gemacht und bin positiv überrascht: Es sind wirklich nur ein paar wenige Teile einzulöten. Bei der Preisdifferenz vom Bausatz zum fertigen Gerät habe ich da Anderes erwartet. Aber mir solls recht sein.

FHZ 1300 PC WLAN Bausatz, fertig gelötetDer Bausatz war ratz fatz zusammengelötet und mit Strom versorgt. Das WLAN Modul blinkt und das Webinterface zur Konfiguration ist auch erreichbar. Scheint wohl alles geklappt zu haben. 🙂 Das integrieren der FHZ 1300 in meine bestehende WLAN Infrastruktur war kein Problem und schnell erledigt.

Doch jetzt tauchen die ersten Schwierigkeiten auf. 🙁 Die FHZ 1300 kann sich nicht mit der mitgelieferten PC Software verbinden.

Ungültiger Anmeldeveruch von IP-Adresse 192.168.10.254 sagt mir die Software…

Wär auch zu einfach gewesen, wenn alles gleich auf Anhieb funktioniert hätte. Na mal schauen wo es hängt…

Der Kram ist bestellt

So, ich hab den Kram gestern Abend noch bestellt. Wäre ja genial wenn ELV die Bestellung heute noch wegschicken würde, dann könnte ich übers Wochenende schon ein wenig experimentieren. 🙂

Ich habe bestellt:

  • 1 x Funkhauszentrale FHZ 1300 PC WLAN als Bausatz
  • 1 x WLAN Modul für die FHZ 1300
  • 1 x Netzteil für die FHZ 1300
  • je 2 x FHT 80b Raumregler und Stellantrieb

Die FHZ 1300 habe ich als Bausatz genommen weil sie so ganze 100 € günstiger ist als die fertige Variante. Kann ja nicht so schwer sein die paar Teile auf die Platine zu löten 😉 . Die komplette Bestellung hat dennoch einen stolzen Wert von fast 350,- €. Wenn alles so funktioniert wie ich mir das vorstelle, werde ich aber nochmal je 3 Raumregler und Stellantriebe nachbestellen müssen, damit auch alle Räume gesteuert werden können.

Schon wieder ein neues Projekt: Haussteuerung

Im Zuge der immer weiter steigenden Energiepreise, welche mir bei der letzten Nebenkostenabrechnung deutlich vor Augen geführt wurden 🙁 , habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, wie ich eine nicht unerhebliche Anzahl an Euros anderweitig ausgeben kann. Das teure Heizöl muss sich doch effizienter nutzen lassen.

Also hab ich mich zu meiner liebsten Informationsquelle begeben: Meinem internetfähingen PC 🙂

Zuerst bin ich dort auf Thermostate gestoßen, die sich programmieren lassen. Jeden Tag eine feste Zeit wann die Heizung aufgedreht wird und eine feste Zeit wann sie wieder runtergedreht wird. Für jeden Tag, oder auch nur fürs Wochenende individuell programmierbar. Manueller Eingriff jederzeit möglich.

Das ist sicher ne nette Spielerei… wenn man nen geregelten Tagesablauf hat…

Ich stelle mir da aber was ganz anderes mit viel mehr Möglichkeiten vor. Ich hätte gerne:

  • an jedem Heizkörper ein programmierbares Thermostat
  • per Funk an einer zentralen Stelle verwaltbar
  • die Möglichkeit das Gerät aus der Ferne zu bedienen

Die ersten beiden Punkte lassen sich schnell erschlagen, doch mit dem 3. Punkt tun sich die Hersteller offenbar etwas schwer. Optimal wäre aus meiner Sicht ein Gerät, welches mit den Funkthermostaten kommuniziert. Dieses Gerät sollte eine Netzwerkschnittstelle eingebaut haben und ein Webinterface mitbringen, über das sich die Thermostate einzeln regeln lassen. Wenn sich noch die jeweilige Raumtemperatur auslesen lassen würde wär es schon fast perfekt. 🙂

Aber nein, sowas gibt es nicht fertig zu kaufen… zumindest nicht in einer humanen Preisklasse. Mit professioneller Haustechnik ist das sicher möglich. Nein, die Hersteller haben sich was ganz tolles ausgedacht: Das zentrale Gerät muss per USB Schnittstelle an einen Windows PC angeschlossen werden auf dem eine Software läuft, die dann in der Lage ist die Thermostate zu regeln. Es gibt auch eine WLAN Version dieses Gerätes. Zur Konfiguration des WLAN ist ein Webinterface vorhanden, aber zur Steuerung ist dann doch wieder die Windows Software nötig.

Schade eigentlich, denn gerade mit Blick auf die steigenden Energiepreise ist man dadurch gezwungen statt eines kleinen, im Stomverbrauch eines DSL-Router ähnlichen Gerätes, noch zusätzlich einen stromfressenden Windows PC permanent laufen zu lassen. Das kann doch eigentlich nicht im Sinne des Erfinders sein…

Wie dem auch sei, ich habe mit dem Hintergedanken, dass ich doch sicher nicht der Einzige bin der so etwas gerne realisieren würde, ein bisschen weiter im Internet gesucht. Und siehe da, es gibt doch noch mehr als nur die mitgelieferte Software 🙂

Von einem anderen Hersteller gibt es eine alternative Windows Software, welche ein Webinterface bietet. Im Supportforum habe ich einige Beiträge über teils recht erfolgreiche Versuche gefunden, die Software mit Wine auf Linux zum Laufen zu bringen. Mit VMware Server soll es überhaupt kein Problem sein.

Naja, hört sich ja schonmal gut an. Ein Webinterface direkt in dem Managment Gerät hätte mir zwar mehr zugesagt, aber da im Keller sowieso 24/7 ein sparsamer Rechner (< 50 Watt 😉 ) mit Linux drauf als DSL-Router und Fileserver läuft, kann ich auch mit einer „pseudo“ Linux Lösung leben. Aber es wird noch besser: Das Protokoll der Geräte ist wohl bekannt, jedenfalls habe ich mehrere OpenSource Projekte gefunden, die eine direkte Steuerung des Gerätes unter Linux möglich machen, ohne den Umweg einer Windows Emulation. Sogar für die Fritz!Box habe ich eine Software gefunden!

Die USB-Variante scheint jedenfalls kein Problem zu sein, über die Unterstützung der WLAN Variante habe ich jedoch noch keine konkreten Informationen gefunden. Aber im Großen und Ganzen scheint das Projekt Haussteuerung so machbar zu sein, wie ich mir das vorstelle 🙂 .

Das „Gerät“ von dem ich oben schreibe ist übrigens das FHZ 1300 PC WLAN in Verbindung mit dem Raumregler FHT 80b mit dem dazugehörenden Stellantrieb. So, nun noch ein paar Links zu den angesprochen Softwareprojekten, die ich gefunden habe.

http://www.ip-symcon.de
http://fhz-forum.de/
http://www.fischer-net.de/projekte/haustechnik.html
http://fhz4linux.info/tiki-index.php
http://www.koeniglich.de/fhem/fhem.html
http://fhzctrl.sourceforge.net/
http://groups.google.com/group/fhem-users

Über die weiteren Fortschritte mit diesem Projekt werde ich hier natürlich ausführlich berichten! 😉