Photovoltaik

Das Thema Photovoltaik interessiert mich schon länger. Anfang des Sommers 2008 habe ich mich dann  intensiver mit dem Thema befasst und im Internet sehr viele Infos darüber gefunden. Kurze Zeit später habe ich den Entschluss gefasst selbst eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach zu installieren.

Gründe für diese Entscheidung gab es gleich mehrere, aber auch ein paar Vorraussetzungen mussten erfüllt sein:

  • ich leiste einen Beitrag zu den erneuerbaren Energien/Umweltschutz
  • die Anlage muss sich selbst tragen können
  • eventuelle  Steuerersparnis
  • Energiepreise der Zukunft

Erneuerbare Energien/Umweltschutz

Klimaerwärmung, CO2-Ausstoß, Green-IT und weitere Begriffe sind schon länger in aller Munde. Da möchte ich natürlich auch meinen (kleinen) Betrag dazu leisten. Interessant ist z.B., dass sich viele, die sich mit dem Thema Photovoltaik beschäftigen, auch mit dem eigenen Energieverbrauch beschäftigen und schauen, wo im Haushalt unnötig Energie verbraucht wird. So auch bei mir. 🙂

Mein Fernseher und alle daran angeschlossenen Peripheriegeräte sind nun über eine schaltbare Steckdose mit dem Stromnetz verbunden. Mein Rechner ist an einer Master-Slave Steckerleiste angeschlossen, die bei ausgeschaltetem Rechner automatisch alle anderen Geräte vom Stomnetz trennt.

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage hat außer der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen also bei vielen noch den Nebeneffekt der Ernergieeinsparung. Diese Einsparung bzw. andere Sicht auf den eigenen Energieverbrauch müsste meiner Meinung nach bei der Berechnung der Photovoltaikanlage mit einbezogen werden, aber das ist kaum möglich.

Die Anlage muss sich selbst tragen können

Für Personen, die die Anlage aus Eigenkapital finanzieren, ist dieser Punkt vielleicht nicht ganz so interessant. Diese möchten eher, dass die Rendite der Anlage etwas höher liegt als wenn sie das Geld bei der Bank angelegt hätten.

Ich habe die Anlage jedoch vollfinanziert. Für mich ist es wichtig, dass ich mit der Vergütung der Einspeisung sowohl die Zinsen als auch die Tilgung des Kredites bezahlen kann. Ebenso sollten die Kosten für die Versicherung der Anlage noch mit abgedeckt sein. Sollte nach diesen Kosten von der Vergütung noch etwas übrig bleiben, ist man auf dem richtigen Weg. 🙂

Eventuelle Steuerersparnis

Sobald man eine Photovoltaikanlage betreibt, muss man diese Tätigkeit beim Finanzamt anmelden. Ab sofort wird man mit dem Betrieb der Anlage als Kleinunternehmer geführt. Die Vergütung der Einspeisung ist somit Einkommensteuerpflichtig. Die Ausgaben für Kreditzinsen, Versicherung und sonstige Kosten die die Anlage betreffen sind steuermindernd. Ebenso muss die Anlage über eine Laufzeit von 20 Jahren abgeschrieben werden. Dieser Wertverlust der Anlage ist ebenfalls steuermindernd. Es kann also ohne Weiteres sein, dass nach Zahlung der Kreditzinsen, Tilgung und Versicherung von der Vergütung noch etwas übrig bleibt, man also einen gefühlten Gewinn hat. Durch die Abschreibung der Anlage kann es aber sein, dass man dennoch einen Verlust ausweist und somit weniger Einkommensteuer zahlen muss.

Energiepreise der Zukunft

Mit dem Betrieb der Anlage und dem Vertrag über die Einspeisung ist man erstmal 20 Jahre daran gebunden die von der Photovoltaikanlage erzeugte Energie an den Energieversorger zu verkaufen. Dies ist auch sinnvoll, da die Vergütung (bei mir sind es 46,75 Cent/kWh) deutlich über dem liegt was man zur Zeit für eine kWh vom Energieversorger zahlt. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass nach Ablauf der 20 Jahre der Energieversorger bereit ist weiterhin einen hohen Preis für die eingespeiste Energie zu zahlen. Stattdessen wird eher der kWh-Preis vom Energieversorger in den nächsten 20 Jahren stark steigen. Nach der Vertragslaufzeit kann einem aber niemand verbieten die Photovoltaikanlage so umzurüsten, dass die erzeugte Energie erstmal ins eigene Haus geht und nur das, was überschüssig ist noch eingespeist wird oder in Akkus gespeichert wird zur späteren Verwendung. Das macht einen ein Stück weit unabhängig von den zukünftigen evtl. sehr hohen Energiepreisen.

Meine Photovoltaikanlage

Nach den Gründen für die Entscheidung zur Installation der Anlage folgte die Suche nach nach einem Unternehmen, welches die Anlage baut. Meine Wahl fiel auf die Firma Peschke Energietechnik.

  • Gesamtleisung: 5,698 kWp
  • Solarmodule: 24 Stück Formaro FM 200 (Datenblatt PDF)
  • Wechselrichter: 2 Stück Aixcon PT 3000

Die Anlage hat komplett mit allen Montagearbeiten, Gerüstkosten und Inbetriebnahme knapp 28.000,- € gekostet.

Infos über meine Lösung die eingespeiste Energiemenge zu loggen folgen noch…

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