Update von lenny auf squeeze

Gestern Abend habe ich mich entschlossen, meinen Server von debian lenny auf squeeze upzudaten (komisches Wort). Dazu habe ich mich dieser Anleitung bedient: http://www.debian.org/releases/stable/amd64/release-notes/ch-upgrading.de.html

Bei einem vor einigen Tagen auf einem Testsystem durchgeführten Update verlief alles absolut schmerzfrei. Das hat mich hoffen lassen. Doch wie das immer so ist, sind ein paar mehr oder weniger schwere Probleme aufgetreten.

In der Anleitung kam ich bis zum Update von udev, dies ließ sich aber nicht installieren, weil unter Anderem die ia32-libs einen Konflikt auslösten. Daher bin ich direkt zum dist-upgrade übergegangen. Bei der Installation von grub2 trat dann das schwerwiegendste Problem auf. Da ich mit meinem Server die 2 TB Grenze durchbrochen habe, hat die Platte eine Partitionstabelle im GPT Format. Der grub2 von lenny hat das damals beim Installieren schmerzfrei mitgemacht und sich installiert. Bei squeeze bockt der allerdings und führte somit erstmal zu einen nicht bootfähigen System. Also: CD-Laufwerk anschließen und mit einem Live-System starten. Chroot auf die Systemplatte und Fehlersuche betreiben. Die Fehlermeldung beim Ausführen von grub-install /dev/sda lautet

/usr/sbin/grub-setup: warn: This GPT partition label has no BIOS Boot Partition; embedding won't be possible!
/usr/sbin/grub-setup: warn: Embedding is not possible.  GRUB can only be installed in this setup by using blocklists.  However, blocklists are UNRELIABLE and its use is discouraged.
/usr/sbin/grub-setup: error: If you really want blocklists, use --force

Ein wenig googlen brachte mich jedoch nicht weiter. Dort wurde überall von einer kleinen Partition in einem speziellen Format gesprochen, die man als erste Partition auf die Platte schreiben soll. Ich habe aber keine Lust durch spielen mit der Partitionstabelle alle Daten zu verlieren, außerdem hat mit lenny doch alles wunderbar funktioniert. Ich habe mich dann todesmutig dazu entschlossen, die Option –force zu verwenden. Und siehe da: das System bootet wie gewohnt. Bleibt nur zu befürchten, dass bei einem Kernel-Update wieder die gleichen Probleme mit grub auftreten und ich nach dem Update wieder manuell grub installieren muss. Keine schöne Lösung.

Ein weiteres Problem war das Update von mysql-server-5.0 auf mysql-server-5.1. Die Version 5.1 kommt mit der Konfiguration von 5.0 offenbar nicht wirklich zurecht und startet nicht. Ich habe einiges probiert, aber ncihts hat geholfen. Alles deinstalliert, wieder installiert, nichts. Ich bin dann hergegangen und habe alle Datenbanken und configs wegkopiert, alle configs gelöscht und die 5.1er neu installiert. Danach die Datenbanken zurückkopiert und siehe da, es läuft!

Lars hat mir heute mitgeteilt, dass er auch schon dieses Problem mit MySQL hatte und man die Option skip-bdb in der Config entfernen müsste. Kann ich jetzt aber nicht mehr testen.

Jetzt rennt mein Server jedenfalls unter debian squeeze und alles ist gut 🙂

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